Die Hitzewelle ist direkt in den August hinüber geschwappt . Bei Temperaturen bis zu 36°C Grad im Schatten sind Aktivitäten im Garten nur begrenzt möglich, auf der Terrasse überhaupt nur früh morgens oder abends, wenn ausreichend Schatten vorhanden ist.
Die Natur kommt damit ganz gut zurecht [Bild Nr. 1/01-1/08], den Teichpflanzen ist es ohnehin egal [Bild Nr. 1/09-1/10] und das Gemüse bekommt Unterstützung in Form von Gießwasser [Bild Nr. 1/11-1/18].
Die Kapuzinerkresse produziert unbeeindruckt von der Hitze ihre hübschen Blüten [Bild Nr. 2/01-2/03], die Kräuter in den Töpfen sind mittlerweile auch ohne Schildchen erkennbar [Bild Nr. 2/04-2/05] und das „kleine“ Apfelbäumchen hat seinen Platz im Garten gefunden [Bild Nr. 2/06].
Es ist wohl ebenso der Hitze zuzuschreiben, dass im Hochbeet eines der Salatpflänzchen imposante Ausmaße angenommen hat und weitere Pflänzchen es ihr versuchen gleich zu tun – möglicherweise ja eine glückliche Fügung die uns frisches Saatgut beschert [Bild Nr. 2/07-2/09]. Die abgefallenen Samen der Kamille haben wiederum ganz ohne zu Tun neben dem Kräuterbeet angefangen zu wachsen [Bild Nr. 2/10].
Bei den Tomaten bewirkt die überdurchschnittlich hohe Dosis an Sonne eine regelrechte Express Reife. Zu den Cherry Tomaten können mittlerweile auch die rumänischen und die großen Rispen Tomaten geerntet werden. Die Stauden der Ampeltomaten sind bereits 2 Wochen nach der letzten Ernte wieder voller Früchte [Bild Nr. 2/11-2/14] und selbst bei den erst im Juni gekeimten Fleischtomaten sind inzwischen Früchte ausgebildet [Bild Nr. 2/15].
Anders als bei den Tomaten lässt sich der Reifegrad der Paprikas nur durch Kostproben feststellen. Die meisten Sorten schmecken, ab einer bestimmten Größe, allerdings auch in „grün“ sehr lecker. Es liegt aber wohl auch hier an der üppigen Sonneneinstrahlung, dass einige der Früchte innerhalb kurzer Zeit „errötet“ sind [Bild Nr. 2/16-2/19] und die Chocolate-Paprikas mehr und mehr ihre Namens gebende Farbe erhalten [Bild Nr. 2/20-2/21].
Die reifen Früchte werden selbstverständlich auch während einer Hitzewelle geerntet und direkt verarbeitet. Was liegt Näher als die großen Paprikas mit frisch faschiertem Fleisch zu befüllen, die Tomaten, erneut stolze 6 Kilo, zur Sauce zu verarbeiten, alles im Topf zu vereinen und heraus kommen gefüllte Paprika mit Tomatensauce [Bild Nr. 3/01-3/03].
Die anschließende Kostprobe der absolut köstlich schmeckenden Mahlzeit hat die knapp 33°C Grad Raumtemperatur schnell vergessen lassen [Bild Nr. 3/04].
Ansonst trifft es der Titel des bekannten Kinderbuches „Morgens um 7 ist die Welt noch in Ordnung“ recht gut. – Nach 7 Uhr steht die Sonne direkt über der Terrasse , ein längerer Aufenthalt ist durch die sengende Hitze dann nicht mehr ratsam. Auch im restlichen Garten ist es danach nur mehr an den schattigen Plätzen erträglich.
Entsprechend haben wir das Bewässern des Gemüses ein wenig vorverlegt und können bei angenehmen 25° C Grad am Morgen, den Garten genießen und gleichzeitig die Pflanzen auf einen weiteren heißen Tag vorbereiten [Bild Nr. 3/05-3/15].
Durch den „Wildwuchs“ bei den Paprikas sind immer wieder Früchte zu Boden gefallen oder an der Staude verfault. Deshalb haben wir angefangen auch hier aus zu geizen und waren erstaunt wie viele Früchte zum Vorschein gekommen sind [Bild Nr. 4/01-4/09].
Nach drei Wochen extremer Hitze hat es Mitte August dann doch einmal geregnet und die Temperaturen kurzfristig auf „normale“ Sommer Temperaturen um die 30° C Grad gesenkt. Zeit sich dem Kohlgemüse zu widmen, dessen Blätter bereits heftig gegen die Netze drückten und dem Kohlweißling freie Bahn für die Eiablage gewährte [Bild Nr. 4/10].
Um zumindest die Eier problemlos von den Blättern entfernen zu können haben wir die Netze komplett weggenommen [Bild Nr. 4/11-4/17] und dabei auch fleißige Helfer entdeckt [Bild Nr. 4/18].
Zeit wurde es auch für die bereits sehr reifen Ampeltomaten. Zu den 1,2 Kilo Früchten haben wir zusätzlich noch ein paar feurige Paprikas hinzugefügt und schon haben wir unser eigenes scharfes Ketchup. [Bild Nr. 5/01-5/06]. – Und unser Vorratsregal füllt sich erfreulicherweise auch mehr und mehr [Bild Nr. 5/07-5/09].
Ein paar Tage später waren es vorwiegend die großen Rispen und Cherry Tomaten, die reif genug waren um geerntet zu werden. Die Früchte brachten 6 Kilo auf die Waage und wurden wie gewohnt zur Sauce verarbeitet [Bild Nr. 5/10-5/12].
Auch den Paprikas haben die anhaltend hoch sommerlichen Temperaturen mit viel Sonne einen Wachstumsschub verschafft. An die 20 Stück konnten wir diesmal ernten, um daraus einen weiteren Vorrat an gefüllten Paprikas zu produzieren [Bild Nr. 5/13-5/15].
Die wenigen noch unreifen Ampeltomaten lassen wir weiter reifen, es sind noch so viele Tomaten an den restlichen Stauden mit denen sie später mitverarbeitet werden können und bis dahin werden wohl auch die großen Fleischtomaten reif sein [Bild Nr. 5/16-5/18],
Wir versuchen heuer auch die Aromen der Kräuter für den Winter zu konservieren. Bei der Petersilie, der Wasabi-Rauke und dem Schnittlauch haben wir bereits laufend den Überschuss abgepflückt, gehackt und schnellst möglich tief gefroren. Den Oregano haben wir 4 Wochen lang in Öl eingelegt und nun in Fläschchen abgefüllt [Bild Nr. 6/01-6/02].
Bergbohnenkraut und wildes Basilikum müssen noch ein wenig lagern bevor auch daraus ein hoffentlich aromatisches Öl entsteht [Bild Nr. 6/03]. Da wir ohnehin nur die Blätter vom Basilikum benötigen, können sich die Bienchen weiter an den Blüten erfreuen [Bild Nr. 6/04-6/05].
Und dann war da ja noch unser Minze-Duo [Bild Nr. 6/06-6/08] und die Zitronen Verbene [Bild Nr. 6/09-6/10] die wir ebenfalls abgeerntet und zu Sirup verarbeitet haben. Im ganzen Haus hat es tagelang herrlich nach Zitrone-Minze geduftet – kein künstliches Raum-Deo hätte da mithalten können. [Bild Nr. 6/11-6/16].
Bei den, durch die starke Sonnenbestrahlung, zwischenzeitlich knallrot gewordenen Paprikas wird eine Verkostung darüber entscheiden ob sie getrocknet, in Öl eingelegt oder bei der nächsten Tomaten Ernte in die Sauce kommen [Bild Nr. 6/17-6/23].
Um im Winter nicht ganz auf frische Kräuter verzichten zu müssen, haben wir zusätzlich Schnittlauch und Wasabi Rauke in Töpfen gezogen [Bild Nr. 6/24].
Das Zitronen-Minze Sirup hat sich direkt bewährt. An den erneut sehr heißen Tagen hat es uns, mit kühlem Mineralwasser auf gesprudelt, richtig gut erfrischt.
Die Erfrischung war auch notwendig, denn im Garten tut sich einiges. Bei vielen Pflanzen sind aus den Blüten Sämchen geworden und davon möchten wir so viele wie möglich für die nächste Aussaat einsammeln. Das ist zum einen das Salat-„Pflänzchen“ im Hochbeet [Bild Nr. 7/01-7/03], der Dill [Bild Nr. 7/04-7/05] und das Basilikum [Bild Nr. 7/06-7/07].
Die Kamille hatte bereits ihre Samen abgeworfen, die nun großflächig neben dem Kräuterbeet aufgegangen sind [Bild Nr. 7/08-7/10]. Selbes ist mit dem Portulak im Gurkenbeet geschehen [Bild Nr. 7/11].
Auch die Seekanne und die längst verloren geglaubten Wasserlinsen sind, ohne zu tun, heuer besonders üppig gewachsen und bilden einen natürlichen Schatten für den Teich und seine darin lebenden Bewohner [Bild Nr. 7/12-7/15].
Wenig Schatten und zu viel Hitze hatten ja die Karfiol Pflanzen abbekommen, mit dem Ergebnis, dass sie nur hoch geschossen sind ohne Röschen oder Geschmack zu bilden. Bei den zwei verbliebenen Pflanzen sieht es im Moment auch nicht viel besser aus . Da wir den Karfiol aber noch nicht ganz aufgeben wollten, haben wir bereits Ende Juli nochmals fünf Samen vorgezogen, in der Hoffnung, dass bis zum Auspflanzen die große Hitzewelle vorüber sein wird [Bild Nr. 7/16-7/18].
Am meisten profitieren wohl die Tomaten von dem „südlichen“ Klima. Mit nur sehr wenig Wasser belohnen sie uns fortwährend und reichlich mit Früchten. [Bild Nr. 8/01-8/02]. Die Paprikas scheinen dieses Wetter ebenfalls zu mögen, mit etwas mehr Wasser gibt es auch an ihren Stauden immer etwas zu ernten [Bild Nr. 8/03-8/05].
Rhabarber und Kren benötigen, in Relation zu ihrem Wachstum, erstaunlich wenig Wasser [Bild Nr. 8/06-8/08] und unsere beiden Äpfelchen sind wieder ein Stückchen gewachsen [Bild Nr. 8/09-8/10] .
Der restliche Garten hat sich den „Umständen“ angepasst und an einer nicht ganz grünen Wiese haben wir uns noch nie gestört [Bild Nr. 8/11-8/18].
Mit rekordverdächtig vielen heißen Tagen weit über die 30°C Grad, extrem viel Sonne und extrem wenig Niederschlägen kann sich dieser August zu den restlichen, außergewöhnlichen, Monaten dieses Jahres einreihen. Daran konnte auch der etwas ausgiebigere Regen samt Temperatursturz um 20°C Grad in den letzten August Tagen nichts mehr ändern.
Bei 16°C Grad Außen-Temperatur ist das Einkochen der abermals 6 Kilo Tomaten zum Tomatenmark und das Einwecken der Birnen halt doch weit aus weniger schweißtreibend. Die Birnen haben wir, mangels eigener Früchte an unserem Bäumchen, von unserem Gemüsehändler geholt [Bild Nr. 9/01-9/04].
Die kühleren Tage mit abwechselnd Regen und Sonne hat bei manchen Pflanzen ein regelrechtes Frühlings-Erwachen ausgelöst [Bild Nr. 9/05-9/11]. Anhand der Tomaten und Paprikas könnte man wiederum meinen es wäre noch Hochsommer, kaum abgeerntet schimmert bereits der Nachschub durch und auch die Fleischtomaten haben mittlerweile recht üppige Formen angenommen [Bild Nr. 9/12-9/18].
Und doch zeigen sich die ersten untrüglichen Zeichen dafür, dass der Sommer langsam aber sicher zu Ende geht – die Blätter des Kugel-Ahorn fangen an sich zu verfärben, die Disteln sind verblüht, der Holunder ist in voller Reife und die Kohlsprossen beginnen zu wachsen [Bild Nr. 9/19-9/24].